Meerurlaub gegen Neurodermitis

Ein Urlaub in Frankreich kann aus den verschiedensten Gründen unternommen werden; in den meisten Fällen jedoch dient er zur Erholung und zur abwechslungsreichen Gestaltung eines Freizeitprogramms außerhalb des üblichen Alltagstrottes. In einigen Fällen können die Beweggründe jedoch auch medizinische Ursachen haben. So sind die Regionen Frankreichs, die unmittelbar am Meer liegen und keine allzu heißen Temperaturen aufweisen (vor allem Bretagne und Normandie) beispielsweise auch gerne ein Erholungsziel für Menschen mit Allergien oder Hauterkrankungen wie beispielsweise Neurodermitis.

Neurodermitis ist eine Art juckender Ausschlag, der zwar nicht ansteckend ist, für die betroffenen Patienten jedoch sehr unangenehm sein kann. Er äußert sich in der Regel durch eine äußerst trockene und gereizte Haut, die an den betroffenen Stellen (oft Armbeuge, Kniekehle, Hals- und Gesichtspartien) zu Rötung und Juckreiz, in sehr schweren Fällen sogar zu nässenden Ekzemen führen kann.

Von dieser Form der Hauterkrankung sind hauptsächlich Babys und Kleinkinder bis zu einem Alter von etwa fünf Jahren betroffen. Meist heilen die Symptome der Neurodermitis nach einer entsprechenden Behandlung ab und treten danach nur selten wieder auf. Trotzdem gibt es auch Erwachsene, die mit dieser Hauterkrankung zu kämpfen haben.  

Da die Ursachen von Neurodermitis noch nicht hinreichend geklärt sind, konnten auch noch keine Behandlungsmethoden gegen die konkreten Auslöser der Hauterkrankung entwickelt werden. Daher sind die Möglichkeiten der Behandlung noch relativ wage und beschränken sich in der Regel auf milden Cremes zur Behandlung der Rötungen und zur vorbeugenden Hautpflege sowie zur Linderung des Juckreizes. Nur in schweren Fällen werden andere Medikamente verordnet und in sehr schweren Fällen unter Umständen sogar Cortison. Da man Neurodermitis allerdings auch im Zusammenhang mit Allergien sieht, beschäftigt sich ein Teil der Therapie auch damit, mögliche Allergene auszuschalten bzw. zu vermeiden.

Und genau hierfür ist ein Urlaub am Meer sinnvoll. Denn die Luft ist in den Küstengebieten besonders rein und enthält weniger Haut irritierende Stoffe als die belastete Luft von Städten. Durch den geringen Anteil an Allergenen in der Luft, können auf diese Weise die Symptome von Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen auf eine angenehme Art reduziert werden und den Patienten damit etwas Linderung und Erholung verschafft werden. Beispielsweise eine entspannende Bootsfahrt schafft Erholung und Abwechslung im Urlaub. Auch mit Kindern ist dies kein Problem. Fische beobachten und die Bootsflaggen im Wind wehen sehen, ein toller Ausflug reduziert den Charakter von einem "Kururlaub" sehr.

Besonders beliebt für medizinische Aufenthalte sind die Regionen Bretagne und Normandie, da hier die Haut nicht zusätzlich extrem hohen Temperaturen (wie beispielsweise am Mittelmeer) ausgesetzt ist, was sie zusätzlich reizen könnte, sondern sogar noch eine angenehme Brise weht, die wiederum Haut beruhigend wirken kann.